Einbürgerung - Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit für heimatlose Ausländerinnen und Ausländer

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Hinweis zu den Bearbeitungszeiten: 

Bitte beachten Sie, dass es derzeit aufgrund erheblich gestiegener Antragszahlen zu deutlichen zeitlichen Verzögerungen kommt.

Die Bearbeitung der Einbürgerungsanträge orientiert sich an dem Antragseingang.
Aktuell werden im Schwerpunkt noch Einbürgerungsanträge aus dem Jahr 2021 bearbeitet.

Bitte sehen Sie von wiederholten Anfragen zum Stand Ihres Einbürgerungsverfahrens - auch über andere Dienststellen der Stadt Bielefeld ab.

Wir werden uns unaufgefordert bei Ihnen melden (E-Mail, telefonisch oder Brief).

Es wurden bereits organisatorische und personelle Maßnahmen ergriffen, um die Verfahrensdauer zukünftig wieder deutlich zu verkürzen.

Hinweis zur geplanten Reform des Staatsangehörigkeitsrechts:

Den Medien ist zu entnehmen, dass eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts geplant ist.

Die Einbürgerung soll erleichtert werden durch verkürzte Aufenthaltszeiten und die Hinnahme von Mehrstaatigkeit.

Wir bitten Sie, von Anfragen hierzu derzeit abzusehen, da der konkrete Inhalt des Änderungsgesetzes sowie ein möglicher Zeitpunkt des Inkrafttretens noch nicht bekannt sind.

Selbstverständlich informieren wir Sie, sobald uns nähere Informationen vorliegen.

Danke für Ihr Verständnis.

 

Wer dauerhaft in Deutschland lebt, aber noch nicht deutsche Staatsangehörige bzw. deutscher Staatsangehöriger ist, kann sich einbürgern lassen. Das geschieht nie automatisch, sondern nur auf Antrag. Ab dem 16. Geburtstag können Ausländerinnen bzw. Ausländer diesen Antrag selbst stellen. Für jüngere Ausländerinnen bzw. Ausländer müssen ihre gesetzlichen Vertreterinnen bzw. Vertreter die Einbürgerung beantragen. Das sind in der Regel die Eltern.

Als heimatlose Ausländerin oder heimatloser Ausländer haben Sie die Möglichkeit unter erleichterten Voraussetzungen und reduzierten Gebühren eingebürgert zu werden. Zudem haben Sie die Möglichkeit Ihre Ehegattin oder Ihren Ehegatten, Ihre Lebenspartnerin oder Ihren Lebenspartner sowie Ihre minderjährigen Kinder miteinbürgern zu lassen.

§ 21 Gesetz über die Rechtsstellung heimatloser Ausländer im Bundesgebiet (HAuslG)

Die Einbürgerung als heimatlose Ausländerin oder heimatloser Ausländer setzt grundsätzlich voraus, dass

  • Sie eine heimatlose Ausländerin oder ein heimatloser Ausländer sind. Das bedeutet: Sie sind staatenlos oder besitzen eine fremde Staatsangehörigkeit und mussten Ihre Heimat nach dem 2. Weltkrieg verlassen und hielten sich zum 30.06.1950 im Geltungsbereich des Grundgesetzes auf. Dieselbe Rechtsstellung besitzen Personen, die von heimatlosen Ausländern abstammen und sich zum 01.01.1991 in der Bundesrepublik Deutschland aufhielten.
  • Sie halten sich seit 7 Jahren rechtmäßig und gewöhnlich im Bundesgebiet auf. Ihre Ehegattin oder Ihr Ehegatte, Ihre Lebenspartnerin oder Ihr Lebenspartner und/oder Ihre minderjährigen Kinder können auch dann mit Ihnen zusammen eingebürgert werden, wenn sie sich noch nicht seit 7 Jahren rechtmäßig und gewöhnlich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten. 
  • Sie wurden nicht zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung oder zu einer Bewährungsstrafe von mehr als 1 Jahr verurteilt. 
  • Im Übrigen gelten die allgemeinen Vorschriften über die Einbürgerung.

  • 255,00 € für die Einbürgerung pro Person
  • 51,00 € für die Einbürgerung minderjähriger Kinder ohne eigenes Einkommen, die zusammen mit ihrem Elternteil/ihren Eltern eingebürgert werden.

 

So können Sie online zahlen:

  • Giropay (giropay-Login, Online-Überweisung oder digitale girocard)
  • Kreditkarte
  • Paypal

Die Einbürgerung ist grundsätzlich unbefristet.

Mit dem jeweiligen Antrag zusammen wird eine Unterlagenliste ausgehändigt, aus denen die Antragstellerin bzw. dem Antragssteller ersichtlich ist, welche Unterlagen eingereicht werden müssen. Nach Abgabe der erforderlichen Antragsunterlagen werden Auskünfte von weiteren Ämtern/Behörden eingeholt, um die Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen zu ermitteln.

Den Antrag können Sie online stellen. Alternativ kann die Antragstellung auch weiterhin in Papierform erfolgen.
Sofern entscheidungsreife Erkenntnisse vorliegen, wird die Antragstellerin bzw. der Antragssteller über das Ergebnis schriftlich informiert.